Web2.0-Life vs. Real-Life
Als ich den Artikel “Das Web2.0 und der falsche Weg der Freundschaft” von Julius auf Stereopoly.de gelesen habe, kamen mir meine Gedanken wieder in den Kopf, die ich die letzten Tage oft antreffe. Ist das Web2.0 und seine Social Networks wirklich positiv, um Freundschafen aus dem Real-Life zu pflegen oder verbannt man seine realen Freunde, die man kennt, einfach in dieses Digitale Netzwerk und lernt vorwiegend unbekannte Web-Kontakte kennen?
Ich versuche mich vorwiegend mit meinen Freunden in der realen Welt zu treffen, jedoch musste ich auch feststellen, dass ich durch Studivz und ICQ etc. doch sehr oft damit mit meinen Freunden kommuniziere. Die meisten sind Informatikstudenten oder studieren in einer weiter entfernten Stadt, sodass ich sie nicht jeden Tag sehen könnte, aber ich habe mittlerweile ein recht unangenehmes gefühl damit, zu oft zu chatten oder eMails zu schreiben, um mit meinen Leuten in Kontakt zu bleiben. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich hier in Dresden vorrangig Informatikstudenten Kennengelernt habe und wir sowieso mit dem Computer eine engere Beziehung haben, als andere Studenten, wie z.B. Germanistik =). Aber ich finde es nicht gerade toll, dass das Internet realen Treffen vorgezogen werden. Ich weiß zwar, dass man bei Chats nebenbei noch etwas anderes, wie Putzen, Musik hören, Lernen etc. machen kann, aber ist es denn nicht viel schöner, gemeinsam zu lernen oder mal abzuspannen?
Mich würde es schon sehr interessieren, was passieren würde, wenn ich mal ein paar Wochen offline wäre und nicht per Web kommuniziere, wie es in diesem Artikel “Digitaler Selbstmord” beschrieben wird.



dopses am 11. Juni 2008 um 01:50 Uhr
schöne Artikel, ich nutze bei StudiVZ eigentlich hauptsächlich die Foren in den Spaßgruppen (als Leser, nicht Poster). Und soweit ich weiß sind in meiner Freundeliste auch nur Leute die ich persönlich kenne, den einen natürlich besser den Anderen weniger :D
ICQ hatte ich früher vor vielen Jahren auch mal paar (meist englischsprachige) Leute drin die ich RL nicht kannte aber die Zeiten sind schon lange vorbei, das dient zum chatten nebenher, als kostenloser und von Musik unbeeinflußter Telefonersatz und “Wo bin ich gerade” Anzeige ^^
Lars am 11. Juni 2008 um 21:40 Uhr
Ja ICQ ist wirklich ein gemütliches Werkzeug um mal eben mit jemanden was abzusprechen, aber es ist auch ein sehr böses Werkzeug, vorallem in Prüfungszeiten - die ja jetzt wieder begonnen hat… =)