Semantic Web - Neue Generation des Web
Derzeit bestimmt das so genannte Web2.0 das Bild des Internets. Aber seit einigen Jahren ist die Workgroup der W3C dabei, einen neuen Web Standard zu entwickeln, das so genannte Semantic Web. Tim Berners-Lee, der Erfinder des World Wide Web strebt mit dem so genannten Semantic Web an, Informationen für Maschinen, wie Computer, verständlich zu machen.
Das will man erreichen, indem man den Dokumenten semantische Metadaten verabreicht, womit ein Crawler die Daten nicht nur einordnen, sondern auch interpretieren kann. Wenn Informationen mit anderen Daten verknüpft sind, so kann der Computer Rückschlüsse ziehen und die Daten besser einordnen und die Zusammenhänge erfassen.
Man versucht dieses Vorgehen bereits seit 1998 durch die XML, indem man Daten per hierarchischer Struktur anordnet. Wodurch die Kommunikation verschiedener IT-Systeme untereinander erheblich vereinfacht wurde. Jedoch gibt es bei dieser Sprache den Nachteil, dass eine Verarbeitung nur dann möglich ist, wenn die Kommunikationspartner - zwei verschiedene Systeme - die Daten verstehen und anwenden können.
Hier kommt das Semantic Web ins Spiel, indem man das Resource Description Framework RDF nutzt, um Daten im Hintergrund zu vereinheitlichen. RDF nutzt den Aufbau der XML mit zusätzlicher Kennzeichnung durch den URI (Uniform Resource Identifier). Die URI dienen dabei der Verknüpfung der XML Daten untereinander. Wie in einer natürlichen Sprache üblich, wendet man beim RDF ein so genanntes Triplet an. Dieses besteht aus den drei Teilstücken: Subjekt - Prädikat - Objekt. Um das Prinzip zu verdeutlichen, gibt es in einem Artikel auf der Webseite von Altova zum Semantic Web eine anschauliche Grafik:
Diese Triples können untereinander verschachtelt werden, um eine bessere Verknüpfung zu ermöglichen, wie man es in der Grafik betrachten kann. Hier werden dem Subjekt weitere Prädikate angehangen, sodass eine Verschachtelung entsteht.
Damit eine bessere Interpretation der Daten für Maschinen möglich ist, wurde eine zusätzliche Sprache entwickelt, die den Namen Web Ontology Language trägt, kurz OWL. Sie basiert auf der Technik des RDF, besitzt aber weiterreichende Sprachkonzepte, die diese Interpretationssprache sehr mächtig machen. Damit ist es auch nötig sie in drei verschiedene Versionen zu packen: OWL Lite, OWL DL und OWL Full.
Wer näheres zu RDF bzw. OWL erfahren will sollte die Wikipedia befragen. Denn für Anfänger auf diesem Gebiet sind diese Sprachkonzepte nicht gerade leicht zu verstehen. Derzeit befindet sich die Semantic Web Entwicklung noch leicht auf steinigem Wege. Denn die Umsetzung ist alles andere als einfach. Jedoch gibt es bereits viele Ansätze um eine Umsetzung zu ermöglichen.
Auch Suchmaschinen, die auf der semantischen Schiene fahren, gibt es bereits. Zu nennen ist Swoogle, angelehnt an die Suchmaschine Google, sie ist die erste Suchmaschine im Web, die auf den Technologien des Semantischen Webs aufbauen. Weitere Anwendungen findet man auf Zweinull.cc im dritten Teil der Semantic Web - Serie.
Linksammlung zum Semantic Web:
- W3C Semantic Web Activity
- Wikipedia - Semantisches Web (deutsch)
- Altova - Semantic Web (deutsch)
- Zweinull.cc - Semantisches Web - Teil 1, Teil 2, Teil 3
- Swoogle - Semantic Web Search Engine (english)
- SemanticGov - EU-Projekt (english)
Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit!




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Sematic Web - Podcast-Serie » Von Lars » Beitrag » inftex.net am 27. März 2008 um 12:33 Uhr
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